
Er eignet sie sich an, reißt sie emotional auf und gibt ihnen ein neues Leben. Popsongs werden zu poetischen Balladen, Balladen zu kleinen Theaterstücken.
Aus Pop, Chanson, Musical, Literatur, Camp und lustvollem Trash entsteht eine eigene theatrale Form – raumgreifend und verletzlich, elegant und wild, ernst, aber nie todernst.
Sebastian Maihs verfügt über einen großen Tenorbariton mit schwebender Höhe und kraftvoller Tiefe. Seine Stimme kann sich bis zu beinahe privater Intimität zurücknehmen und im nächsten Moment den ganzen Raum erfassen.
Doch entscheidend ist, was er mit einem Lied macht. Maihs behandelt jedes Stück wie eine dramatische Situation: Er sucht nach einer Figur, einem Gegenüber, einer Beziehung und einem konkreten emotionalen Vorgang. So kann ein Popsong zur intimen Beichte werden, eine Ballade zum kleinen Theaterstück.
Dabei hält er keinen ästhetischen Sicherheitsabstand – weder zum Material noch zum Publikum. Camp, große Emotion, Selbstironie und lustvoller Trash gehören ebenso zu seinen Abenden wie konzentrierte Stille und Verletzlichkeit.

Trailer
Termine
Lesung für Lutz van Dijk
Stadtbibliothek Potsdam
Stadt- und Landesbibliothek Potsdam
Am Kanal 47
14467 Potsdam
Mo, 07.09.26
19.00 Uhr
Verbotene Lieder - Gedenkstunde an die queeren Menschen 1933-1945 Gedenkstätte Sachsenhausen
Straße der Nationen 22
16515 Oranienburg
Sa, 19.09.26
11.00 Uhr -
13.00 Uhr
Lesbisch-Schwules Stadtfest Schöneberg,
Hauptbühne (A)
Eisenacher Straße, Ecke Fuggerstraße
So, 19.07.26
18.10 Uhr -
18.40 Uhr
NACHTFLIMMERN
Die Nacht: ein ewiges und oft beschworenes Versprechen, eine schillernde und glühende Gegenwelt zu unserem Alltag. Der Schauspieler und Sänger Sebastian Maihs und der Pianist Tobias Bartholmeß widmen ihr ein ganzes Programm! Sie erweisen sich dabei als raffinierte Führer durch das extravagante Gelände gehobener Abendunterhaltung, lustvoll, differenziert, funkelnd, frech und manchmal schreiend komisch.
Sie präsentieren in diesem Trip durch die Nacht ganz unbekümmert eine wilde Mischung von Adele bis Kurt Weill, von Depeche Mode zu Zarah Leander in verpoppten bis balladesken Versionen. So rauschen sie durch ein überraschend kontrastreiches Programm mit Anleihen aus Pop, Chanson und Musical. Freche Sprüche und tiefsinnige Gedanken wechseln sich ab, und weder vor der großen Emotion noch vor Trash schrecken sie zurück!
Was als unterhaltsamer Gesangsabend beginnt, wird so zu einer Expedition in nächtliche Zwischenwelten. Denn in der Nacht lösen sich unsere Alltagsidentitäten auf, und wir sind uns manchmal näher als am Tag - zumindest in diesen besonderen Nächten, wo unvermutet Körper an Körpern liegen, Geister uns heimsuchen, Sehnsucht uns nährt und wir vor einer Vitalität brennen, die wir tagsüber gern verleugnen.


Tobias Bartholmeß
Die funkelnden Fixsterne dieses Nachtexzesses kleidet Tobias Bartholmeß in sensible, elegante und bisweilen stürmisch überwältigende Klangwelten. Als in Berlin lebender Pianist und Korrepetitor weist er eine beeindruckende Reputation auf:
Einen wesentlichen Platz nimmt die Arbeit als musikalischer Leiter oder Assistent von GMD Hans-Peter Kirchberg an der Neuköllner Oper ein. Er war dort für die Erarbeitung v.a. von Musicals und zeitgenössischem Repertoire mitverantwortlich, so die Werke von Peter Lund (Text) und Thomas Zaufke / Wolfgang Böhmer / Niclas Ramdohr (Musik).
Als Pianist und Keyboarder war er in vielen großen Shows zu erleben, u.a. im Schlosspark Theater, im Theater des Westens, im Berliner Kriminaltheater, beim Kabarett Kneifzange, um nur einige zu nennen.
Mit Georgette Dee gestaltete er Sommerkurse an der Universität der Künste und begleitete sie auch 2023 im Bundestag bei der Gedenkstunde an die Opfer des Nationalsozialismus.
Für den Kinofilm Vom Suchen und Finden der Liebe (Regie: Helmut Dietl) war er als Korrepetitor von Alexandra Maria Lara engagiert.
Als Komponist und Arrangeur erarbeitet er mit dem Autoren Eckart Kügele musikdramatische Umsetzungen eigener und bekannter literarischer Stoffe (Ikarus, Das kalte Herz, Menschenfeind).
Sein Wissen vermittelt Tobias Bartholmeß seit 2003 als Dozent für Korrepetition an der Universität der Künste Berlin im Studiengang Musical/Show sowie an weiteren musikdramatischen Ausbildungsstätten weiter.




















